THE LAB BAR / Forschungslabor für Kaffee und Spirituosen Spezialitäten

Wenn schon das Selbe, dann aber Anders!

THE LAB BAR Flyer

Die dritte Welle ist vor Hamburg verebbt! Wer Köstlichkeiten aus Alkohol oder Kaffee genießen möchte, dem wird in anderen deutschen Städten mehr geboten.

In Hamburg gehören Bauschaum Cappuccini und Überextrahierte Espressi, die häufig mit billigen Bohnen zubereitet werden, noch immer zur Alltagskultur. Nicht viel anders verhält es sich mit Cocktails und anderen Drinks.

Qualität sollte nicht im Widerspruch zu den Zielen einer Bar oder eines Cafés stehen.

Eigentlich merkwürdig, wo Hamburg mit dem Hafen und den zahlreichen Händlern und Röstereien eine Kaffeemetropole ist und auch mit seinem Nachtleben einiges zu bieten hat.

Um an diesen Zustand etwas zu ändern, hat sich ein Team aus Profi Baristi und Barkeepern gebildet, dass zusammen mit der Kaffeerösterei Black Delight, dem Spezialisten für Maschinentechnik Tranquillo und weitere Partner drei Monate im Sommer in einem Labor Experimentieren und Forschen wird, um den Qualitätsstandard in der Hansestadt auf ein internationales Niveau zu bringen.

Tagsüber Kaffee, abends Drinks

Tagsüber steht der Kaffee im Vordergrund. Unterschiedliche Zubereitungsmethoden vom klassischen Brühkaffee mit Handfilter, Syphon oder Aeropress über Espresso Extraktionen mit hochwertiger Maschinentechnik bis zum Cold Drip wird den Besuchern geboten. Aber auch Kaffee Verkostungen, bei denen man die Komplexität und Vielseitigkeit der verschiedenen Bohnen Varietäten in unterschiedlichen Röstungen sensorisch erleben kann.
Hinzu kommen Trainings an der Espresso Maschine und den unterschiedlichen Brühkaffee Möglichkeiten.

Das Kaffee und Alkohol kein Widerspruch sein müssen, erlebt man Abends, wenn sich das Kaffee Labor in ein Bar Labor verwandelt.

Natürlich spielt auch bei den Cocktails der Kaffee eine Rolle und wird als Grundlage für diverse noch unbekannte neue Drinks Verwendung finden. Aber es gibt noch mehr zu Entdecken auf der Cocktail Karte von THE LAB BAR. Dafür sorgt das Team von Spezialisten, die durch ihre langjährige Erfahrung und internationale Kontakte, neue Spezialitäten nach Hamburg bringen werden.

Wer weiß, vielleicht entsteht in THE LAB BAR der neue Sommer Drink des Jahres 2013. Auf jeden Fall wird den Hamburgern und seinen Besuchern mit dem Labor ein Einblick in die faszinierende Welt von Kaffee und Spirituosen in seinen unterschiedlichen Facetten geboten wie man sie in Metropolen wie Berlin, London, oder New York genießen kann.

Das Team von THE LAB BAR hat sich als Forschungsziel gesetzt, Hamburg als Metropole für Kaffee- und Spirituosenköstlichkeiten nach internationalen Standard wahrnehmbar zu machen. Es mag zwar der selbe Grundstoff sein aus dem die Köstlichkeiten bereitet werden, aber es wird Zeit, dass die dritte Welle Hamburg erreicht und den 90er Jahre Bauschaum aus den Cappuccino Tassen spült!

Was: THE LAB BAR // Forschungslabor zur Untersuchung einer neuen Kaffee- und Bar Kultur in Hamburg

Wann: Juni – September 2013

Wo: THE LAB BAR im G5 // Beim grünen Jäger 5 // 20357 Hamburg

Info: www.the-lab-bar.de


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Kein Koordinator, keine Barista Meisterschaft. Was geht, SCAE Germany?

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde viel spekuliert, was ist eigentlich mit dem SCAE German Chapter und wird es 2013 keine Barista Meisterschaften geben?

Mit dem Eindruck das es mehr Fragen als Antworten zur Situation um das SCAE German Chapter gibt, nahm socialbarista im Frühjahr 2013 Kontakt mit Mitgliedern und weiteren Interessierten aus der Szene auf, um die bestehenden Fragen soweit wie möglich zu klären und zu einen Gedankenaustausch über die Zukunft des SCAE German Chapter anzuregen.

Das ein Bedarf für einen solchen Dialog bestand, zeigte die Beteiligung die sich daraufhin ergab.

Aus diesem Austausch ist der nachfolgende Text entstanden. Er beantwortet nicht alle Fragen, aber er hilft vielleicht etwas Licht in das Durcheinander um die SCAE Germany zu bringen und soll dazu anregen, im konstruktiven Sinne über die Zukunft der SCAE, zumindest in Deutschland, zu Diskutieren.

Michael / socialbarista / März 2013

 

Kein Koordinator, keine Barista Meisterschaft. Was geht, SCAE Germany? 

 

(Click here for the english translation)

Stellenbeschreibung SCAE NC

So, oder ähnlich könnte man die Stellenbeschreibung für den Posten des nationalen Koordinators formulieren die seit Herbst 2012 vakant ist und für die bis heute kein neuer Kandidat nominiert werden konnte. Die Konsequenz daraus ist, dass zum einen 2013 Deutschland bei den Barista Welteisterschaften nicht vertreten sein wird, zum anderen die Mitglieder des SCAE German Chapter seit Monaten ohne Vertretung ihrer Interessen sind.

Kein schöner Zustand, zumal wenn man als Mitglied einer Vereinigung Beiträge zahlt. Man sollte dafür eine Gegenleistung erwarten können. Doch schon bei der Kommunikation zwischen der Dachorganisation der SCAE in London und einzelnen Mitgliedern, die sich um Aufklärung bemühen, gerät das Ganze ins Stocken. Während in Deutschland niemand mehr verantwortlich für die SCAE German Chapter zu sein scheint, werden Anfragen der Mitglieder, wenn überhaupt, nur unzureichend beantwortet.

Dass sich niemand bereit erklärt den Posten des nationalen Koordinators zu übernehmen liegt offenbar in der Natur dieser Funktion und den damit verbundenen Anforderungen.
Wer kann es sich leisten, Zeit in etwas zu Investieren, was an sich keine direkten Vorteile verspricht?
Zudem erfordern diese Aufgaben die Bereitschaft, zuerst die eigenen Interessen in Einklang mit den Interessen des Verbands zu bringen.

Wer kann es machen?

Für diese Position kommt nicht jeder in Frage. Nicht zwingend muss der Nationale Koordinator aus der Branche kommen oder dort beschäftigt sein. Es kann sogar von Vorteil sein, wenn diese Person als Unabhängiger und Externer, frei von Erwartungen und Ansprüchen, agieren kann. Ein enger Bezug zur Kaffee Branche ist jedoch Voraussetzung, Ebenso die Fähigkeit, offen zu kommunizieren, ein Team zu leiten, Aufgaben zu delegieren und deren Erledigung im vereinbarten Zeitrahmen auch einzufordern. Ebenso wird ein umfangreiches Netzwerk mit Kontakten zum Handel und zur Industrie in den unterschiedlichen Ebenen und Bereichen benötigt, um Partner für die kostenintensiven Veranstaltungen wie die Barista Meisterschaft zu gewinnen.

Im Anbetracht der Vielschichtigkeit und der Verantwortung, sowie der Widerstände, kann man verstehen das der bisherige Koordinator das Amt aufgegeben hat. Hinzu kommt erschwerend. dass ein Engagement nicht angemessen honoriert wird.

Trotzdem muss man sich die Frage stellen, wie es die anderen europäischen Chapter schaffen einen Koordinator zu finden der diesen Anforderungen entspricht und nicht mit den Aufgaben überfordert ist? Vielleicht hat es ja etwas mit der Mentalität zu tun? Ein Mangel an Unterstützung von Seiten der Mitglieder wird von den bisherigen Führungskräften der SCAE Germany e.V. aufgeworfen, während man wiederum von Mitgliedern, die ihre freiwillige Hilfe angeboten haben zu hören bekommt, dass ihr Angebot entweder ignoriert oder ausgeschlagen wurde. Dies führte zu Irritationen und Unverständnis, was der Motivation nicht gerade zuträglich war.

Offenbar besteht ein Mangel an Engagement welches einem Konkurrenzdenken oder dem Profilierungsanspruch einzelner übergeordnet sein sollte. Dies alles trägt dazu bei, dass das SCAE German Chapter nun an dieser Stelle der Stagnation angelangt ist. Und es sind nicht nur die Mitglieder die sich nicht ausreichend engagieren. Angebote und Versuche mit dem SCAE Germany e.V. in Kontakt zu treten gab es. Aber es ist auch die Intransparenz des Vereins der sämtliche Rechte für das German Chapter der SCAE hält und von dem man nicht einmal genau weiß wer eigentlich zum Vorstand gehört. Eine Grundvoraussetzung für einen Verein nach deutschem Recht.

Letztendlich ist es ein Zusammenspiel zwischen den Funktionsträgern, Mitgliedern und auch dem Handel und der Industrie im erweiterten Sinne. Denn auch sie sollte ein Interesse daran haben, dass Deutschland auch international angemessen als Kaffeenation mit Qualitätsanspruch vertreten ist.

Am Ende stellt sich immer die Frage, wozu sich jemand dazu bereit erklären soll die Verantwortung zu übernehmen und was der/diejenige letztlich davon hat. Die Antwort ist nicht einfach. Ohne das Engagement und die Unterstützung aus den Reihen der Mitglieder ist es kaum möglich die vielschichtigen Aufgaben angemessen wahrzunehmen. Der zeitnahe und intensive Austausch zwischen den Mitgliedern und dem Koordinator sowie dem SCAE Board in London sind Teil für eine konstruktive und produktive Gemeinschaftsarbeit. Sie würden eine wesentliche Entlastung für den Koordinator mit sich bringen.

Aber auch der Aufwand, der mit dieser Aufgabe verbunden ist, sollte angemessen honoriert werden. Es kann nicht sein, dass der Koordinator für seinen Einsatz keine Vergütung bekommt und die Kosten sogar zum großen Teil selbst tragen muss. Möglicherweise wäre hier eine Art Fond eine Lösung, über den zumindest ein Teil vergütet werden kann.

 Wird das SCAE German Chapter überhaupt benötigt?

Die SCAE ist nicht die einzige Kaffee zentrierte Organisation in Deutschland. Auch der Deutsche Kaffeeverband ist eine Organisation welche die Interessen, insbesondere der Kaffeeindustrie, vertritt.
Der Spezialitäten Kaffee ist nur ein sehr kleines, aber dafür umso wichtigeres Segment am gesamten Markt.
Ihr Engagement ist im Vergleich zur SCAE jedoch größtenteils national begrenzt und bedient vorwiegend die Interessen der Industrie die den Massenmarkt versorgt.

Die internationale Vertretung der Interessen in diesem schmalen Nischensegment ist die Aufgabe der Specialty Coffee Association of Europe. Diese Interessen sind eng mit denen weiterer kontinentaler Organisationen weltweit abzustimmen und koordiniert zu werden.

Warum Kontinental und nicht Global?

Vorstellbar wäre eine Übergeordnete Organisation die nicht nur auf kontinentaler, sondern auf globaler Ebene für die Interessen der Mitglieder weltweit eintritt. Bei der doch überschaubaren Grösse dieser Branche nicht einmal abwegig und mit großer Wahrscheinlichkeit von Vorteil, da sich so die Synergien viel einfacher vermitteln lassen und eine Transparenz möglich wird, wie sie bei der SCAA selbstverständlich zu sein scheint.

Werden Barista Meisterschaften überhaupt benötigt?

In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an die Teilnehmer der Wettbewerbe erheblich gestiegen. Sowohl das Regelwerk wurde immer komplexer, aber auch der logistische Aufwand ist inzwischen für Teilnehmer ohne ein ausreichendes Budget kaum mehr tragbar.

Dem steht ein Mangel an Öffentlichkeitsarbeit gegenüber. Zur Zeit sind die Meisterschaften vor allem für die Branche und Industrie sichtbar, nicht jedoch für die interessierten Konsumenten.

Wird durch Meisterschaften die Kaffeekultur dem Endverbraucher angemessen näher gebracht? Die Antwort darauf hat mehrere Facetten. Letztendlich können alle davon profitieren, wenn mehr hochwertige Kaffees von professionellen Baristi zubereitet werden. Diesen positiven Eindruck richtig vermittelt, nimmt der Konsument mit. Er erwartet diese dargebotene Qualifikation zukünftig als Standard.

Wie geht es weiter?

So gesehen ist es von Vorteil, dass für die Weltmeisterschaften 2013 keine offiziellen Deutschen Meisterschaften stattfinden werden. Es gibt Gelegenheit, das Chaos und die Missverständnisse die sich in der letzten Zeit aufgebaut haben zu klären und auch über den Sinn einer solchen Vereinigung nachzudenken. Diese Gelegenheit sollten alle Beteiligten nutzen, sowohl die Mitglieder, als auch das Headquarter in London, wie auch die möglichen Sponsoren aus Handel und Industrie. Ein erster Schritt wurde im Frühjahr 2013 getan als sich eine Handvoll Leute über die Zukunft des SCAE German Chapter austauschten und auf dessen Grundlage dieser Text entstanden ist.

Es gibt bereits einen Lichtblick am Horizont ! Die Berlin Coffee Society und weitere  Mitglieder arbeiten daran, im Herbst 2013 Meisterschaften zu organisieren.

Und auch in Sachen Nationaler Koordinator tut sich was, doch es ist noch zu früh um nähere Details zu nennen.

Die Grundlage für einen zukünftigen Dialog?

Vielleicht ist dies der Grundstein für eine Reorganisation und Neuausrichtung wenn dies als Chance für einen konstruktiven und produktiven Austausch wahrgenommen wird.

Wünschenswert wäre nicht nur ein Austausch zwischen den Mitgliedern der nationalen Chapter, sondern auch über die Grenzen hinaus mit den weiteren Verbänden weltweit, auch in Form von regelmässig stattfindenden Treffen.

Die Grundlage für einen solchen Austausch sind die gemeinsamen Interessen, denn Kaffeekultur wird weltweit Zelebriert und das nicht nur bei Meisterschaften sondern im täglichen Umgang mit den Gästen und Kunden, auf die alle Beteiligten, egal ob Mitglied, Barista, Röster, Händler oder Zulieferer, angewiesen sind.

 

Danksagung:

An dem Dialog haben sich Mitglieder, Juroren, Teilnehmer und freiwillige Helfer bei den  Meisterschaften, sowie diverse Leute aus Deutschland und Europa beteiligt.

Vielen Dank für die großartige Beteiligung!

Besonderer Dank gilt Steffen Müller (twitter: @gotespresso), der mit seinem Engagement als Externer Kaffee Enthusiast wesentlich zu diesem Austausch beigetragen hat.

Kaffeerost in Zentral Amerika

Es ist keine gute Nachricht, die uns Anfang des Jahres aus Zentral Amerika erreichte! Von Panama bis Mexiko breitet sich der Kaffeerost aus, sämtliche Länder sind betroffen in denen Kaffee angebaut wird. 
Das hat zur Folge, dass die kommende Ernte um ca. 20% geringer ausfallen wird. In den kommenden 2-3 Jahren ist mit weiteren Ernteausfällen zu rechnen.

Betroffen sind sowohl die Großen, wie auch die Kleinen Farmen und das von der eher geringen Höhenlage von 1000 Meter, in denen die Hard Beans (HB) geerntet werden, über die mittleren Lagen, in denen die Strictly Hard Beans (SHB) wachsen bis hin zu den hohen Lagen bis 1800 Meter.

Foto 16.03.13 14 29 33

Der Kaffeerost ist die mit am schlimmsten wirkende Krankheit. Dabei handelt es sich um einen durch Sporen übertragenen Pilzbefall von dem insbesondere Arabica und Liberica Pflanzen betroffen sind.
 Robusta, der von Natur aus weniger empfindlich ist, ist vom Kaffeerost nur sehr beschränkt betroffen.

In der Geschichte der Kultivierung des Kaffees hat der Kaffeerost 1868 als erstes in Sri Lanka zugeschlagen und faktisch den Gesamten Bestand an Kaffeepflanzen vernichtet. Ein Schock für die Landwirtschaft in Sri Lanka,
woraufhin man sich auf den Anbau von Tee konzentrierte.

Die Verbreitung des Kaffeerosts nahm in der folgenden Zeit seinen Lauf und breitete sich zunächst in Asien, dann in Westafrika aus und erreichte um 1970 Brasilien. Amerika war die letzte Station.

Foto 16.03.13 14 28 47Nun hat es Zentral Amerika mit seinen Zahlreichen und für ihre besonders gute Qualität und Vielfalt bekannten Kaffees, erwischt.

Der Ausfall der Ernten in den kommenden Jahren hat weitreichende Folgen und das vor allem für die Kaffeebauern. Nicht nur, weil sie keine Ernten einfahren und verkaufen können, sie müssen zusätzlich in die Bekämpfung des Pilzbefalls investieren.
Gerade für die kleinen Bauern bedeutet dies meistens den Verlust der Farm, da die Kosten nicht zu tragen sind.

Für die Bekämpfung des Kaffeerosts werden verschiedene Schritte vorgenommen. Der Einsatz von Fungiziden ist kaum zu vermeiden, bis zu sechs Mal müssen die Pflanze bis zur Ernte bespritzt werden. 
Hinzu kommt, das die Schattenspenden Pflanzen und Bäume, welche meistens weitere Landwirtschaftliche Erträge liefern, gefällt oder stark beschnitten werden müssen. 
Zusätzlich müssen die Kaffeepflanzen beschnitten oder alle paar Reihen gefällt werden. 
Dadurch wird erreicht, dass mehr Licht an die Pflanzen und auf den häufig sehr feuchten Boden gelangt und das die Luft besser zirkulieren kann.

©Mercanta UK Ltd.

Untersuchungen, z. B. in Mexiko haben ergeben, dass moderne Anbautechniken auf den Plantagen und der starke Einsatz von Pestiziden, die Ausbreitung des Roya begünstigt haben.
In den kommenden Jahren werden wir auf einige sehr gute Kaffees entweder ganz verzichten oder aber einen deutlich höheren Preis bezahlen müssen. Unbedeutend für uns, doch es hängen viele Existenzen davon ab, die um ihre Zukunft bangen müssen.
Auch die Vielfalt ist betroffen, da durch das Sterben der Pflanzen weitere Varietäten auf Resistenz getrimmten Pflanzen weichen müssen. Das führt langfristig in einer Region, die für ihre einzigartige Vielfalt bekannt ist, zur Industrialisierung des Kaffeeanbaus.

Überleben werden natürlich die großen Plantagen, die auch die finanziellen Ressourcen haben, um die Kosten für die Bekämpfung zu tragen.

Weitere Informationen zum Kaffeerost:

http://www.fratellocoffee.com/central-america-roya/
http://www.sweetmarias.com/library/node/5068
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2013-02/uom-mgm021213.php

Bildmaterial: Mercanta UK Ltd.

Espresso und Kaffeespezialitäten von socialbarista

Photo by: Sandra Schink / shamanifesto.de
Photo by: Sandra Schink

Wer ist dieser socialbarista? 

Als ich 2006 zum ersten Mal in Oslo war, war ich fasziniert von dem Angebot an kleinen Kaffeeröstereien und dem einzigartigen Angebot an Spezialitäten Kaffee.
Ein Jahr später begann auch für mich der Weg in das Kaffeegeschäft als ich Anfing für Hamburger Kaffeeröstereien Rohkaffee aus dem Hamburger Hafen zu liefern.

Mit der Zeit lernte ich immer mehr über Kaffee, seine Herkunft, die Handelswege und die Qualitätsmerkmale. Doch damit nicht genug, ich wollte mehr Erfahren über die unterschiedlichen Sorten und Varietäten, über die Eigenschaften der jeweiligen Kaffees und letztendlich über die Verarbeitung vom Rohkaffee zum fertigen Röstkaffee.

2010 begann ich das Kaffeerösten zu lernen und habe seit dem viele Tonnen Kaffee an unterschiedlichen Röstmaschinen verarbeitet. Kaffeemuster aus der ganzen Welt verkostet und jede Menge Fachliteratur studiert.

Was ist das Besondere an ‘socialbarista’?

Mein Hauptinteresse ist die skandinavischen Kaffeekultur, die für mich seit der ersten Begegnung ein inspirierendes Vorbild geworden ist. Denn nirgendwo erhält jede einzelne Kaffeesorte eine solche Aufmerksamkeit bei der Entwicklung der Röstprofile wie in den nordischen Ländern.

Gleichzeitig sind für mich Nachhaltigkeit und eine sinnvolle Umverteilung ein sehr wichtiger Aspekt für einen fairen Handel. Deswegen achte ich bei der Auswahl der Rohkaffees nicht nur darauf, dass die Qualität den besten Standards entspricht, auch die Transparenz der Herkunft, der Arbeits- und Lebensbedingungen sind entscheidend. Denn ich möchte nicht nur guten Kaffee anbieten, ich möchte auch Wissen wo dieser Kaffee herkommt, wer ihn Angebaut, Geerntet, Aufbereitet und Transportiert hat.

Espresso Probierpaket von socialbarista

 

 Ist der Kaffee von socialbarista Bio- und Fairtrade Zertifiziert?

In der Regel sind die von mir ausgewählten Kaffees im Ursprung bereits Bio-Zertifiziert oder werden unter ökologischen Gesichtspunkten angebaut, weil für kleine Farmen und Kooperativen der Einsatz von künstlichen Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln weder finanziell nach ökologisch von Vorteil ist.
Deswegen verzichte ich auf den aufwendigen und Kostenintensiven Prozess einer Bio-Zertifizierung und kann die entstehenden Gewinne direkt in den Ursprung zurückgeben.

Wo Röstet socialbarista?

Meine Kaffees röste ich im klassischen Langzeit-Trommelröstverfahren in der Rösterei von Quijote-Kaffee in Hamburg.
Durch die Kooperation mit Quijote-Kaffee kann ich mich auf das Auffinden von seltenen Kaffeesorten und das Entwickeln der Röstprofile konzentrieren, ohne dass ich eine eigene Rösterei betreiben muss.

Kaffeelabor und Lohnröstung

Neben Kaffee für mein eigenes Label Entwickele ich im eigenen Labor Kaffeemischungen, und Röstprofile, verkoste Kaffeemuster, Röste als Lohnröster und bin gelegentlich auch als Barista auf Veranstaltungen und Messen anzutreffen.

 

Was kostet dem Gastronom die Tasse Kaffee?

Das Essen im Restaurant war köstlich, doch der Espresso zum Abschluss lässt zu Wünschen übrig.
Ein Problem das viele Gourmets kennen, denn nicht nur das Essen und der Wein entscheiden über den Genuss, sondern auch der letzte geschmackliche Eindruck mit dem der Gast das Restaurant verlässt. Der Kaffee!

Wir haben eine Beispiel Kalkulation erstellt, die aufzeigt, was den Gastronomen die Tasse Kaffee kostet, um deutlich zu machen, warum es sich lohnt, auch beim Kaffee auf die Qualität und nicht nur auf den Preis zu achten.

Zu Grunde gelegt haben wir fiktive Preise, da jeder Gastronom natürlich zu unterschiedlichen Konditionen einkauft. Die Beispielkalkulation zeigt lediglich die Kosten und den Gewinn für den Kaffee. Nicht eingeflossen sind die weiteren entstehenden Kosten , um den Kaffee zuzubereiten, wie z.B Lohn- bzw. Maschinenkosten.

 

Wie man an Hand der Tabelle sieht, stellt wo möglich der Kostenanteil für den Kaffee Einkauf in Relation zu den sonstigen Kosten nur einen geringen Faktor dar.
Beim Gast wiederum hinterlässt er den letzten Eindruck und dieser sollte nicht durch Cent Beträge in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wir brauchen der Gesellschaft nichts geben..

Für ein Unternehmen ist ein sauberes Image alles, deswegen sind
Community und Social Responsibility wichtige Aspekte um den Kunden den Eindruck zu vermitteln man tut etwas für die Gesellschaft.

Doch wie steht es bei Großkonzernen mit diesem Beitrag an die Gesellschaft von der sie doch so profitabel existieren?

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Kolumne: Gebt uns mehr Brühkaffee!

Als Genießer von Kaffee hat man es nicht einfach, wo man hinkommt findet man zwar häufig eine Espresso Maschine, eine Mühle und eine Bohnenmischung, die mit Glück nur aus Arabica Bohnen besteht, in der Regel jedoch eine dieser verbrannten Mischungen ist, die nach Röstaromen und Robusta schmeckt.
Von Brühkaffee will noch immer kaum ein Cafébetreiber etwas Wissen.

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Nordic Barista Cup

Coffee is the shit!

If coffee geeks from around the world would believe that, they certainly would not gather together for three days in the summer in a scandinavian city like Copenhagen this year.

The Nordic Barista Cup is probably one of the most exciting events for the specialty coffee business. It began first in 2006 in Oslo and has since then been held in different scandinavian countries. The central purpose of this event is to bring people together who work professionally with coffee, so they can                                              Be Together, Act Together and Learn Together.

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I know what I drip this summer

 

Amazing incidents happen again and again. One of those incidents is the current debate about Cold Brew vs Iced Coffee which was well described by Oliver Strand in this post initiating me to catch up on this topic.
Certainly not because I want to offend Oliver or anyone else from the specialty coffee scene, especially not since I met Oliver last summer in Oslo, also by incident.

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Fight For Taste! Die Probat Werke GmbH in Emmerich

Wo befindet sich die älteste Rösterei in Deutschland? Vielleicht sogar in der Welt? Sicherlich eine Frage, die sich nicht jeder stellt, aber sie führt zum Beginn des maschinellen Kaffeeröstens: Die Antwort ist Emmerich, eine Kleinstadt am nördlichen Rheinufer nicht weit von der Holländischen Grenze.

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Coffeega, Manufaktur für Cold Drip Kaffee

Die Legende besagt, das die kalt Extraktion, oder auch Cold Drip genannt, vor langer Zeit von einem Holländer erfunden wurde als dieser fern von der Heimat in Asien mit Kaffee experimentierte. Dabei entdeckte er, das man mit einer Kalt Extraktion die Aromen Vielfalt von Kaffee anders erlebt und zusätzlich eine angenehme und belebende Erfrischung gerade an heißen Tagen erhält. Noch heute wird dieses Verfahren in Korea Dutch Coffee genannt.

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Drop Coffee / Stockholm

Das Geschirr stapelt sich in der Spüle, am liebsten würde man sofort die Ärmel hochkrempeln und anfangen die Sachen zu spülen, denn man hat nicht das Gefühl in einem Café zu sein. Es könnte auch die eigene Küche oder vielleicht Kaffeebar sein, die gerade von einem Ansturm an Besuchern heimgesucht wurde.

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Where great ideas grow. Open World Cafe Stockholm

Where great ideas grow…

Ein Ort an dem sich Menschen Treffen um sich über Nachhaltigkeit, Leadership, und alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle auszutauschen, Handel mit Waren aus ökologischer und nachhaltiger Produktion, so kann man das Open World Café am besten mit wenigen Worten beschreiben.

Wer Spotify nutzt sollte vor dem Weiterlesen in den Stream des Open World Cafés reinhören um einen Eindruck von der Stimmung zu erhalten.

Stockholm Roast

“Es ist nicht allein die Leidenschaft für Kaffee, es ist die Leidenschaft für das was man tut!”
(Johan/Stockholm Roast) 

Leidenschaft gehört zum Kaffee, nicht nur als Genießer sondern auch für Jene, die damit professionell arbeiten. Egal ob als Barista, der den Kaffee zubereitet, oder als Röster, der mit seinem Wissen über Kaffeebohnen den Kaffee erst zu dem macht, was ihn wirklich auszeichnet: den Geschmack anhand seines Charakters zu entwickeln.

No Coordinator, No Barista Championship. Whats up, SCAE Germany?

In the past weeks and months there was much speculation about the German SCAE and if there will be a Barista Chompetition in Germany 2013.

Given the impression that there are more questions than answers about the situation of the SCAE German Chapter, socialbarista got in touch with members and other interested parties from the german coffee scene. The goal was to clarify existing questions and to encourage an exchange of views on the future oft the German SCAE chapter.

The resulting participation provides a clear evidence that there is a need for such a dialogue.

During the course of this exchange, the following text was created. It certainly does not answer all questions, but it may help shedding some light on the confusion about the SCAE German Chapter and to encourage discussion on the future oft he SCAE at least in Germany.

The position of the National Coordinator has been vacant since the fall of 2012 and untill today, no new candidate could be nominated. The consequence is that Germany will not be represented at the World Championships in 2013. Also the German SCAE chapter members interests are not represented for months.

A very unpleasant situation, especially if, as a member, you pay your contributions. One would expect something in return. But already in the communication between the parent organization of the SCAE in London and individual members who seek enlightenment, the whole thing grinds to a halt. While in Germany no one seems to be responsible for the SCAE German Chapter, questions adressed by members were not answered satisfactorily – if at all.

The fact that no one lightheartly agrees to take over as the national coordinator lies obviously in the nature of this function and the related requirements.

Who can afford investing time into something that is of no direct benefit ?

Moreover, these tasks require a willingness to put their own interests first in line with the interests of the association.

Who can do it?

For this position, not everyone is a perfect fit. To be an industry member or being employed there is not necessarily a requirement. It may even be beneficial if this person can act as an independent and external, free from expectations and demands. A close relationship to the coffee industry however remains a mandatory prerequisite. Also the ability to communicate openly, to lead a team, to delegate tasks and demand accomplishment within the agreed timeframe is a must. Similarly, an extensive network of contacts in the industry is required to engage on different levels and areas for winning partners willing to support costly events such as the Barista Championship.

In view of the complexity and responsibility, as well as the resistance, one can understand that the former coordinator has abandoned the office. Added to this, a commitment is not adequately remunerated.

Nevertheless, one must ask the question, how the other European Chapter managed to find a coordinator who meets these requirements and not be overwhelmed with the tasks?

Maybe it is a matter of mentality ? A lack of support from the members has been raised as an issue from the current leaders of the SCAE Germany e.V., while in turn, members who have offered their volunteering help were either ignored or turned down. This led to confusion lack of understanding and was killing motivation.

Apparently there is a lack of commitment which is higher-ranking competition or the ambitions of individuals. This all contributes to the fact that the SCAE German Chapter is now at this point of stagnation. And it’s not only the members wo seem not involved enough. Atempts to get in touch with the SCAE Germany e.V. were in vain. But it is also the lack of transparency of the association in custody of all the rights belonging to the German Chapter of the SCAE.  We do not even really know who actually belongs to the board. Actually a basic requirement for an association under German law.

Ultimately, it is the interaction between the functionaries, members, the trade and the industry in a broader sense. They too should have an interest in that Germany is adequately represented internationally as a coffee nation with a quality claim.

In the end, there is still the question of why anyone should agree to accept the responsibility and what is the benefit for this person. The answer is not simple though. Without the commitment and support from the members, it is hardly possible to perceive the complex tasks properly. The timely and intensive exchange between the members, the coordinator and the SCAE Board in London is part of a constructive and productive teamwork. It would be a major relief to the coordinator

But also the effort that is associated with this task should be fairly compensated. It can not be that the coordinator does not receive any remuneration for his efforts and that he has to bear for the most part of his costs. Maybe some sort of fund could be a solution for at least bearing parts of the costs.

 Is the SCAE German Chapter required?

The SCAE is not the only coffee-centered organization in Germany. Even the Deutscher Kaffeeverband is an organization that represents the interests in coffee.

Their commitment is compared to the SCAE but is mostly national in scope and it primarily serves the interests of the industry that supplies the mass market.

Specialty coffee in contrast is a very small, but crucial segment of the overall market.

The international representation of the interests in this narrow niche is the duty of the Specialty Coffee Association of Europe. These interests are closely related to those of other continental organizations worldwide and are to be coordinated jointly.

Why continental and not global?

Imaginable would be a parent organisation that enters the world not only at continental, but on a global level in the interests of its members. Not at all devious, given the manageable size of this industry niche and likely beneficial, since synergies can convey a lot easier and a transparency is possible, as it seems to be self-evident within the SCAA.

Are Barista Championships even needed?

In recent years, the requirements have increased significantly for the participants of the competitions. The rules became more complex and the logistical effort is hardly bearable for those without a sufficient budget.

This is opposite by a lack of publicity. At present, the championships are mainly visible to the industry but not to the interested consumers.

Can championships bring the coffee culture closer to the consumer in a satisfactory way ? The answer has several facets. Ultimately, all benefit if more quality coffees are prepared by professional baristas. The consumer internalizes such a positive impression. He expects this qualification as standard in the future.

What is next?

As such, it is of advantage that there are no German championships in preparation for the world championships 2013. There is an opportunity to clarify the chaos and confusion that have built up in recent times and also reflect on the meaning of such an association.

This ist o be used as an opportunity for all involved, both the members, as well as the headquarter in London, as well as potential sponsors of trade and industry. A first step was taken in the spring of 2013 when a handful of people started the exchange on the future of the German SCAE Chapter. Based upon those efforts this text was written.

There is already a bright spot on the horizon!

The Berlin Coffee Society and other members are working to organize championships in autumn 2013.

In terms of a National Coordinator things are moving, but it is still too early to call for further details.

The basis for a future dialogue?

Perhaps this is the foundation for a reorganization and reorientation, if it is perceived as an opportunity for a constructive and productive dialogue.

It would be desirable to not only establish an exchange between the members of the national chapter, but also beyond the borders with the other associations of the world,in the form of regularly scheduled meetings.

The basis for such an exchange is built on common interest. Coffee culture is celebrated worldwide – and not only during competitions but in daily contact with the guests and customers, to everyone involved, whether a member, barista, roaster, retailer or supplier.

 

Acknowledgments:

In the dialogue itself, members, judges, participants, volunteers at the championships and several people from Germany and Europe are involved.

Thanks for the great turnout!