Category: Kaffee

THE LAB BAR / Forschungslabor für Kaffee und Spirituosen Spezialitäten

Wenn schon das Selbe, dann aber Anders!

THE LAB BAR Flyer

Die dritte Welle ist vor Hamburg verebbt! Wer Köstlichkeiten aus Alkohol oder Kaffee genießen möchte, dem wird in anderen deutschen Städten mehr geboten.

In Hamburg gehören Bauschaum Cappuccini und Überextrahierte Espressi, die häufig mit billigen Bohnen zubereitet werden, noch immer zur Alltagskultur. Nicht viel anders verhält es sich mit Cocktails und anderen Drinks.

Qualität sollte nicht im Widerspruch zu den Zielen einer Bar oder eines Cafés stehen.

Eigentlich merkwürdig, wo Hamburg mit dem Hafen und den zahlreichen Händlern und Röstereien eine Kaffeemetropole ist und auch mit seinem Nachtleben einiges zu bieten hat.

Um an diesen Zustand etwas zu ändern, hat sich ein Team aus Profi Baristi und Barkeepern gebildet, dass zusammen mit der Kaffeerösterei Black Delight, dem Spezialisten für Maschinentechnik Tranquillo und weitere Partner drei Monate im Sommer in einem Labor Experimentieren und Forschen wird, um den Qualitätsstandard in der Hansestadt auf ein internationales Niveau zu bringen.

Tagsüber Kaffee, abends Drinks

Tagsüber steht der Kaffee im Vordergrund. Unterschiedliche Zubereitungsmethoden vom klassischen Brühkaffee mit Handfilter, Syphon oder Aeropress über Espresso Extraktionen mit hochwertiger Maschinentechnik bis zum Cold Drip wird den Besuchern geboten. Aber auch Kaffee Verkostungen, bei denen man die Komplexität und Vielseitigkeit der verschiedenen Bohnen Varietäten in unterschiedlichen Röstungen sensorisch erleben kann.
Hinzu kommen Trainings an der Espresso Maschine und den unterschiedlichen Brühkaffee Möglichkeiten.

Das Kaffee und Alkohol kein Widerspruch sein müssen, erlebt man Abends, wenn sich das Kaffee Labor in ein Bar Labor verwandelt.

Natürlich spielt auch bei den Cocktails der Kaffee eine Rolle und wird als Grundlage für diverse noch unbekannte neue Drinks Verwendung finden. Aber es gibt noch mehr zu Entdecken auf der Cocktail Karte von THE LAB BAR. Dafür sorgt das Team von Spezialisten, die durch ihre langjährige Erfahrung und internationale Kontakte, neue Spezialitäten nach Hamburg bringen werden.

Wer weiß, vielleicht entsteht in THE LAB BAR der neue Sommer Drink des Jahres 2013. Auf jeden Fall wird den Hamburgern und seinen Besuchern mit dem Labor ein Einblick in die faszinierende Welt von Kaffee und Spirituosen in seinen unterschiedlichen Facetten geboten wie man sie in Metropolen wie Berlin, London, oder New York genießen kann.

Das Team von THE LAB BAR hat sich als Forschungsziel gesetzt, Hamburg als Metropole für Kaffee- und Spirituosenköstlichkeiten nach internationalen Standard wahrnehmbar zu machen. Es mag zwar der selbe Grundstoff sein aus dem die Köstlichkeiten bereitet werden, aber es wird Zeit, dass die dritte Welle Hamburg erreicht und den 90er Jahre Bauschaum aus den Cappuccino Tassen spült!

Was: THE LAB BAR // Forschungslabor zur Untersuchung einer neuen Kaffee- und Bar Kultur in Hamburg

Wann: Juni – September 2013

Wo: THE LAB BAR im G5 // Beim grünen Jäger 5 // 20357 Hamburg

Info: www.the-lab-bar.de


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Kaffeerost in Zentral Amerika

Es ist keine gute Nachricht, die uns Anfang des Jahres aus Zentral Amerika erreichte! Von Panama bis Mexiko breitet sich der Kaffeerost aus, sämtliche Länder sind betroffen in denen Kaffee angebaut wird. 
Das hat zur Folge, dass die kommende Ernte um ca. 20% geringer ausfallen wird. In den kommenden 2-3 Jahren ist mit weiteren Ernteausfällen zu rechnen.

Betroffen sind sowohl die Großen, wie auch die Kleinen Farmen und das von der eher geringen Höhenlage von 1000 Meter, in denen die Hard Beans (HB) geerntet werden, über die mittleren Lagen, in denen die Strictly Hard Beans (SHB) wachsen bis hin zu den hohen Lagen bis 1800 Meter.

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Der Kaffeerost ist die mit am schlimmsten wirkende Krankheit. Dabei handelt es sich um einen durch Sporen übertragenen Pilzbefall von dem insbesondere Arabica und Liberica Pflanzen betroffen sind.
 Robusta, der von Natur aus weniger empfindlich ist, ist vom Kaffeerost nur sehr beschränkt betroffen.

In der Geschichte der Kultivierung des Kaffees hat der Kaffeerost 1868 als erstes in Sri Lanka zugeschlagen und faktisch den Gesamten Bestand an Kaffeepflanzen vernichtet. Ein Schock für die Landwirtschaft in Sri Lanka,
woraufhin man sich auf den Anbau von Tee konzentrierte.

Die Verbreitung des Kaffeerosts nahm in der folgenden Zeit seinen Lauf und breitete sich zunächst in Asien, dann in Westafrika aus und erreichte um 1970 Brasilien. Amerika war die letzte Station.

Foto 16.03.13 14 28 47Nun hat es Zentral Amerika mit seinen Zahlreichen und für ihre besonders gute Qualität und Vielfalt bekannten Kaffees, erwischt.

Der Ausfall der Ernten in den kommenden Jahren hat weitreichende Folgen und das vor allem für die Kaffeebauern. Nicht nur, weil sie keine Ernten einfahren und verkaufen können, sie müssen zusätzlich in die Bekämpfung des Pilzbefalls investieren.
Gerade für die kleinen Bauern bedeutet dies meistens den Verlust der Farm, da die Kosten nicht zu tragen sind.

Für die Bekämpfung des Kaffeerosts werden verschiedene Schritte vorgenommen. Der Einsatz von Fungiziden ist kaum zu vermeiden, bis zu sechs Mal müssen die Pflanze bis zur Ernte bespritzt werden. 
Hinzu kommt, das die Schattenspenden Pflanzen und Bäume, welche meistens weitere Landwirtschaftliche Erträge liefern, gefällt oder stark beschnitten werden müssen. 
Zusätzlich müssen die Kaffeepflanzen beschnitten oder alle paar Reihen gefällt werden. 
Dadurch wird erreicht, dass mehr Licht an die Pflanzen und auf den häufig sehr feuchten Boden gelangt und das die Luft besser zirkulieren kann.

©Mercanta UK Ltd.

Untersuchungen, z. B. in Mexiko haben ergeben, dass moderne Anbautechniken auf den Plantagen und der starke Einsatz von Pestiziden, die Ausbreitung des Roya begünstigt haben.
In den kommenden Jahren werden wir auf einige sehr gute Kaffees entweder ganz verzichten oder aber einen deutlich höheren Preis bezahlen müssen. Unbedeutend für uns, doch es hängen viele Existenzen davon ab, die um ihre Zukunft bangen müssen.
Auch die Vielfalt ist betroffen, da durch das Sterben der Pflanzen weitere Varietäten auf Resistenz getrimmten Pflanzen weichen müssen. Das führt langfristig in einer Region, die für ihre einzigartige Vielfalt bekannt ist, zur Industrialisierung des Kaffeeanbaus.

Überleben werden natürlich die großen Plantagen, die auch die finanziellen Ressourcen haben, um die Kosten für die Bekämpfung zu tragen.

Weitere Informationen zum Kaffeerost:

http://www.fratellocoffee.com/central-america-roya/
http://www.sweetmarias.com/library/node/5068
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2013-02/uom-mgm021213.php

Bildmaterial: Mercanta UK Ltd.

Info

- Connecting Coffee -

Gestartet wurde socialbarista von Michael Mrozek, der seit 2010 als freier Spezialitäten Kaffeeröster in Hamburg für unterschiedliche Unternehmen aus der Branche arbeitet, und als Geschäftsführer von Black Delight tätig ist.

socialbarista entstand aus der Idee, eine Plattform für den Austausch über Kaffee, Rösten und Zubereitung zu Schaffen. Dabei ergeben die Themen Nachhaltigkeit, Transparenz, Umwelt und Gesellschaft einen engen Zusammenhang und sind wesentliche Merkmale einer Kaffeekultur in der Qualität und Fairness im Vordergrund stehen.

Mit socialbarista können Sie hier Kontakt aufnehmen.

Espresso und Kaffeespezialitäten von socialbarista

Photo by: Sandra Schink / shamanifesto.de
Photo by: Sandra Schink

Wer ist dieser socialbarista? 

Als ich 2006 zum ersten Mal in Oslo war, war ich fasziniert von dem Angebot an kleinen Kaffeeröstereien und dem einzigartigen Angebot an Spezialitäten Kaffee.
Ein Jahr später begann auch für mich der Weg in das Kaffeegeschäft als ich Anfing für Hamburger Kaffeeröstereien Rohkaffee aus dem Hamburger Hafen zu liefern.

Mit der Zeit lernte ich immer mehr über Kaffee, seine Herkunft, die Handelswege und die Qualitätsmerkmale. Doch damit nicht genug, ich wollte mehr Erfahren über die unterschiedlichen Sorten und Varietäten, über die Eigenschaften der jeweiligen Kaffees und letztendlich über die Verarbeitung vom Rohkaffee zum fertigen Röstkaffee.

2010 begann ich das Kaffeerösten zu lernen und habe seit dem viele Tonnen Kaffee an unterschiedlichen Röstmaschinen verarbeitet. Kaffeemuster aus der ganzen Welt verkostet und jede Menge Fachliteratur studiert.

Was ist das Besondere an ‘socialbarista’?

Mein Hauptinteresse ist die skandinavischen Kaffeekultur, die für mich seit der ersten Begegnung ein inspirierendes Vorbild geworden ist. Denn nirgendwo erhält jede einzelne Kaffeesorte eine solche Aufmerksamkeit bei der Entwicklung der Röstprofile wie in den nordischen Ländern.

Gleichzeitig sind für mich Nachhaltigkeit und eine sinnvolle Umverteilung ein sehr wichtiger Aspekt für einen fairen Handel. Deswegen achte ich bei der Auswahl der Rohkaffees nicht nur darauf, dass die Qualität den besten Standards entspricht, auch die Transparenz der Herkunft, der Arbeits- und Lebensbedingungen sind entscheidend. Denn ich möchte nicht nur guten Kaffee anbieten, ich möchte auch Wissen wo dieser Kaffee herkommt, wer ihn Angebaut, Geerntet, Aufbereitet und Transportiert hat.

Espresso Probierpaket von socialbarista

 

 Ist der Kaffee von socialbarista Bio- und Fairtrade Zertifiziert?

In der Regel sind die von mir ausgewählten Kaffees im Ursprung bereits Bio-Zertifiziert oder werden unter ökologischen Gesichtspunkten angebaut, weil für kleine Farmen und Kooperativen der Einsatz von künstlichen Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln weder finanziell nach ökologisch von Vorteil ist.
Deswegen verzichte ich auf den aufwendigen und Kostenintensiven Prozess einer Bio-Zertifizierung und kann die entstehenden Gewinne direkt in den Ursprung zurückgeben.

Wo Röstet socialbarista?

Meine Kaffees röste ich im klassischen Langzeit-Trommelröstverfahren in der Rösterei von Quijote-Kaffee in Hamburg.
Durch die Kooperation mit Quijote-Kaffee kann ich mich auf das Auffinden von seltenen Kaffeesorten und das Entwickeln der Röstprofile konzentrieren, ohne dass ich eine eigene Rösterei betreiben muss.

Kaffeelabor und Lohnröstung

Neben Kaffee für mein eigenes Label Entwickele ich im eigenen Labor Kaffeemischungen, und Röstprofile, verkoste Kaffeemuster, Röste als Lohnröster und bin gelegentlich auch als Barista auf Veranstaltungen und Messen anzutreffen.

 

Was kostet dem Gastronom die Tasse Kaffee?

Das Essen im Restaurant war köstlich, doch der Espresso zum Abschluss lässt zu Wünschen übrig.
Ein Problem das viele Gourmets kennen, denn nicht nur das Essen und der Wein entscheiden über den Genuss, sondern auch der letzte geschmackliche Eindruck mit dem der Gast das Restaurant verlässt. Der Kaffee!

Wir haben eine Beispiel Kalkulation erstellt, die aufzeigt, was den Gastronomen die Tasse Kaffee kostet, um deutlich zu machen, warum es sich lohnt, auch beim Kaffee auf die Qualität und nicht nur auf den Preis zu achten.

Zu Grunde gelegt haben wir fiktive Preise, da jeder Gastronom natürlich zu unterschiedlichen Konditionen einkauft. Die Beispielkalkulation zeigt lediglich die Kosten und den Gewinn für den Kaffee. Nicht eingeflossen sind die weiteren entstehenden Kosten , um den Kaffee zuzubereiten, wie z.B Lohn- bzw. Maschinenkosten.

 

Wie man an Hand der Tabelle sieht, stellt wo möglich der Kostenanteil für den Kaffee Einkauf in Relation zu den sonstigen Kosten nur einen geringen Faktor dar.
Beim Gast wiederum hinterlässt er den letzten Eindruck und dieser sollte nicht durch Cent Beträge in Mitleidenschaft gezogen werden.

Kolumne: Gebt uns mehr Brühkaffee!

Als Genießer von Kaffee hat man es nicht einfach, wo man hinkommt findet man zwar häufig eine Espresso Maschine, eine Mühle und eine Bohnenmischung, die mit Glück nur aus Arabica Bohnen besteht, in der Regel jedoch eine dieser verbrannten Mischungen ist, die nach Röstaromen und Robusta schmeckt.
Von Brühkaffee will noch immer kaum ein Cafébetreiber etwas Wissen.

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I know what I drip this summer

 

Amazing incidents happen again and again. One of those incidents is the current debate about Cold Brew vs Iced Coffee which was well described by Oliver Strand in this post initiating me to catch up on this topic.
Certainly not because I want to offend Oliver or anyone else from the specialty coffee scene, especially not since I met Oliver last summer in Oslo, also by incident.

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Fight For Taste! Die Probat Werke GmbH in Emmerich

Wo befindet sich die älteste Rösterei in Deutschland? Vielleicht sogar in der Welt? Sicherlich eine Frage, die sich nicht jeder stellt, aber sie führt zum Beginn des maschinellen Kaffeeröstens: Die Antwort ist Emmerich, eine Kleinstadt am nördlichen Rheinufer nicht weit von der Holländischen Grenze.

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